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Liebe Mitchristen,

in diesen Tagen hält uns das sog. Corona-Virus in Atem und verlangt von uns allen ein Leben wie wir es bisher noch nicht gekannt haben.

Von der Bundesregierung, der bayerischen Staatsregierung und auch von der Diözese Würzburg wurden sehr einschneidende Bestimmungen erlassen, die vor Ort umgesetzt werden müssen und die sich auch auf unser religiöses Leben extrem auswirken.

Bischof Franz hat mit Wirkung vom 17. März festgelegt: Von Dienstag, 17. März 2020, an bis zum 19. April 2020 dürfen keine öffentlichen Gottesdienste gefeiert werden. Erstkommunionfeiern am Weißen Sonntag, 19. April 2020, müssen verschoben werden. Über Erstkommunionfeiern an den folgenden Sonntagen wird entschieden, sobald feststeht, ob die Schulen ab dem 20. April 2020 wieder öffnen. Tauffeiern sind zu verschieben. Ausschließlich Nottaufen sind noch gestattet. Trauungen sind zu verschieben. Beisetzungen dürfen nur im engsten Familienkreis ohne Requiem stattfinden. Die Krankensalbung für Einzelpersonen sowie die Begleitung von Sterbenden bleiben erlaubt.

Ebenso müssen alle öffentlichen kirchlichen Veranstaltungen, alle Treffen, Gruppenstunden usw. von kirchlichen Vereinigungen sowie alle Gremiensitzungen entfallen. Auch unsere Pfarrbüros sind für den Publikumsverkehr geschlossen. Bitte rufen Sie uns an, wir finden dann sicher eine Lösung Ihnen zu helfen.

Dies sind für viele von uns sehr gravierende Veränderungen, denn auch die Kar- und Ostertage fallen in diesen Zeitraum. Das Bistum Würzburg und auch wir vor Ort stehen vor der Herausforderung, einerseits den Menschen zur Seite stehen zu wollen, andererseits aber auch selbst alles zu tun, um die Verbreitung des Virus wenigstens zu verlangsamen. Der Schutz aller Menschen, besonders der sog. Risikogruppen hat erste Priorität.

Wie sich das alles auf unser Leben und unseren Glauben auswirkt, kann zum jetzigen Zeitpunkt niemand sagen. Im Moment sollte es unsere Aufgabe als Christinnen und Christen sein, möglichst Ruhe zu bewahren und in kreativer Solidarität diese Zeit gemeinsam zu gestalten. Deshalb bitten wir Sie: behalten Sie Ihr Umfeld im Blick; besonders Personen, der sog. Risikogruppe, sind auf Hilfe angewiesen. Schon kleine Aufmerksamkeiten können eine große Not lindern, z.B. ein Telefonanruf, Hilfe beim Einkaufen usw..

Auch, wenn wir uns in diesen Tagen nicht in der Kirche zum gemeinsamen Gebet versammeln können, bitten wir Sie herzlich um Ihr Gebet für uns alle. Es gibt vielfache Möglichkeiten sich auch im Glauben zu verbinden: der wöchentliche Sonntagsgottesdienst im ZDF (in der Regel um 9.30h), eine Kerze ins Fenster stellen; vielleicht verabreden Sie untereinander einen Zeitpunkt, in der alle Zuhause ein Gebet sprechen oder den Rosenkranz beten. Auf der Homepage des Bistums und im Internet gibt es immer wieder Gebetsvorlagen - denke Sie auch an die Menschen, die nicht online sind: wie wäre es, wenn Sie die Vorlagen ausdrucken und mit einem lieben Gruß in den Briefkasten dieser Menschen einwerfen? Um nur einige Beispiele zu nennen, sicher gibt es noch mehr kreative Ideen auch im Glauben Brücken zueinander zu schlagen, gerade auch mit Blick auf Ostern hin.

Niemand weiß, wie lange wir unser Leben so führen müssen. Wir sind in dieser Zeit weiterhin für Sie telefonisch oder per Email erreichbar. Für diese besondere Zeit auf Ostern hin, wüschen wir Ihnen die nötige Gelassenheit, Kraft für alle Herausforderungen und nicht zuletzt Halt und Stärke aus Ihrer Beziehung zu unserem Gott, der alle Wege mitgeht.

Für das Pastoralteam der Pfarreiengemeischaft Giebelstadt-Bütthard

Pfarrer Georg Hartmann Pfarrvikar Bernward Hofmann Gemeindereferentin Monika Oestemer

 

 Foto: cna

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