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Auch in diesem Jahr haben wir die geplante Wortgottesfeier abgesagt.

 

Die Verantwortlichen der KLB-Ortsgruppe wollten aber trotzdem das Friedenslicht aus Bethlehem wieder in unser Dorf und unsere Pfarreiengemeinschaft bringen. Am 18. Dezember, dem Vorabend des 4. Adventssonntages, stand es von 17 – 19 Uhr zum Abholen in unserer Kirche bereit. In adventlicher Atmosphäre konnten die Besucher auch noch ein bisschen in der Kirche verweilen. Die Gebetstexte, die ausgelegt waren, luden ein, für den Frieden zu beten und ermutigten, sich dafür einzusetzen.
In den Laternen wanderte das kleine Licht in die Familien und mit ihm die Hoffnung auf eine helle Weihnacht, insbesondere für viele Menschen mit großen Sorgen und Nöten, und auf eine friedlichere Welt.

 

Folgender Text begleitete die Aussendung des Friedenslichts aus Betlehem:

Was wiegt eine Schneeflocke?

„Sag mir, was wiegt eine Schneeflocke?“, fragte der rote Vogel die Taube. „Nicht mehr als ein Nichts“, gab sie zur Antwort. „Dann muss ich dir eine Geschichte erzählen:
Ich saß auf dem Ast einer Fichte, dicht am Stamm, als es anfing zu schneien. Nicht etwa heftig im Sturmgebraus, nein, wie im Traum, lautlos und ohne Schwere. Da ich nichts Besseres zu tun hatte, zählte ich die Schneeflocken, die auf die Zweige und auf die Nadeln fielen und darauf hängen blieben. Genau drei Millionen siebenhunderteinundvierzigtausend und neunhundertzweiundfünfzig waren es. Und als die drei Millionen siebenhunderteinundvierzigtausend und neunhundertdreiundfünfzigste Flocke niederfiel, nicht mehr als ein Nichts, brach der Ast ab.“

Damit flog der rote Vogel davon.

Die Taube, seit Noahs Zeiten eine Spezialistin in der Frage, sagte zu sich leise: „Vielleicht fehlt nur eines einzelnen Menschen Stimme zum Frieden der Welt.“
(Verfasser unbekannt)

 

Text: Verfasser unbekannt, Barbara Düchs, cna
Bilder: Barbara Düchs, Christian Schmitt

 

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