In Gaurettersheim banden fünf Frauen am Nachmittag vor Maria Himmelfahrt aus etwa zwei Dutzend Kräuter und Blumen duftende Büschel. Die verschiedenen Kräuter wurden am Tag vorher an Wegrändern, Gräben und in Gärten gesammelt, was bei der Trockenheit in der Natur sehr mühsam war. Das gemeinsame Binden im Duft der Kräuter war dann eher eine meditative Arbeit.
Neben Blutweiderich, Fenchel und Zitronenmelisse lagen Goldrute, Rainfarn, Weizenähren, Wilde Möhre, Fuchsschwanz, Wegwarte, Wiesenknopf, Bohnenkraut, Pfefferminze, Johanniskraut, Beifuß, Dost, Borretsch und Wiesenstorchschnabel in einer langen Reihe bereit. Außerdem wurden Königskerze, Schafgarbe, Salbei, Dahlien, Sonnenblumen, Zinnien, Wicken und Lavendel eingebunden.
Die Kräuterbüschel wurden in Höttingen am 15. August und beim Sommerfest der Feuerwehr in Tiefenthal, am 16. August, und auch in Sächsenheim geweiht und gegen eine Spende abgegeben.
Der Erlös kommt Projekten und Menschen im Senegal zugute.
Text und Bild: Barbara Düchs


















